Wärmstens empfohlen

Fallen die Temperaturen draussen, erwacht die Sehnsucht nach Wärme, von innen und von aussen. Wie und wo Sie diese am besten tanken können, zeigen wir Ihnen hier.

Wieso frieren wir überhaupt? Zum Schutz unserer inneren Organe! Damit sie gut funktionieren braucht unser Körper eine gleichmässige Wärme von 37 Grad. Wird es kalt, ziehen sich die Blutgefässe in Armen und Beinen zusammen, damit Herz, Nieren und Gehirn gut durchblutet bleiben. Leidtragende sind exponierte Körperstellen wie Hände und Füsse: Sie werden kalt.

Wann immer Sie Frösteln: Unsere Tipps helfen Ihnen, im Nu wohlige Wärme zu tanken.

Ab in die Wanne: Tauchen Sie in ein warmes Bad ein. Badezusätze mit ätherischem Rosmarin- oder Latschenkieferöl regen die Durchblutung an. Doppelt wärmend wirkt ein Badezimmer in Rottönen: Dekorieren Sie Ihr Bad beispielsweise mit roten Kerzen, roten Badtüchern, einem roten WC-Deckel oder gar einer roten Wand.

Gegen kalte Füsse wirkt ein aufsteigendes Fussbad Zauber: Füsse bis zu den Knöcheln in warmes Wasser tauchen, dann nach und nach bis zu den Waden heisses Wasser zugiessen (bis auf etwa 40°C). 10 Minuten baden, dann Füsse mit Arnika-Massageöl einmassieren und in dicke Socken packen.

Ein Saunabesuch heizt nicht nur ein, sondern lockert auch verspannte Muskeln und stärkt die Immunabwehr. Wer regelmässig in die Sauna geht, härtet seinen Körper gegen Infektionen und Erkältungen ab. Zur Wahl stehen die klassische finnische Sauna (80 bis 90 °C) und die Bio-Sauna (45 bis 60 °C). Ein neues, kreislaufschonendes Sauna-Erlebnis in stimmungsvoller Atmosphäre bietet die Erdsauna aus Stampflehm mit offener Feuerstelle. Sie wurde soeben in der neuen Wohlfühloase „Thermi“ von Bad Schinznach (www.bad-schinznach.ch) eröffnet und wird nur 45 Grad warm. Ideal für alle, die sich bisher vor hohen Sauna-Temperaturen fürchteten.

Warme Wickel entspannen, steigern die Durchblutung und können auch die Abwehrkräfte wecken (zum Beispiel wenn der Wickel am Hals angelegt wird). Wer starke Gerüche vermeiden will, greift zu Kartoffeln statt zu Zwiebeln: etwa 1 kg Kartoffeln mit der Schale kochen und zwischen zwei Tücher pressen. Zuerst ein Baumwolltuch auf die gewünschte Körperstelle legen. Darauf kommt der Wickel und darüber eine (Bett-)Decke, um die Wärme zu halten.

Gönnen Sie sich eine ayurvedische Massage: Der Körper wird von Kopf bis Fuss mit warmem Öl umhüllt. Das nährt nicht nur die Haut sondern schenkt auch tiefe Entspannung. Eine Liste von Anbietern finden Sie hier: http://www.gesund.ch.

Klassischer Wärmespender und viel sinnlicher als eine Bettflasche ist das Kirschkernkissen. Einfach in den Backofen legen und aufwärmen. Es strahlt über eine lange Zeit eine angenehme Wärme aus und kann auch Verspannungen lösen. Babies und Kleinkindern kann man sie im Kinderwagen unter die Decke legen, damit sie weniger frieren, wenn es an die frische Luft geht.

• Keine Decke ist kuscheliger als eine Wohlfühldecke aus Sojaproteinen: Sojadecken sind hierzulande noch wenig bekannt, doch wer sie getestet hat, wird sie nie mehr weggeben wollen! Weil Sojafasern noch weicher sind als Kaschmir-Wolle und zudem entspannende Infrarotwellen und negative Ionen abgeben. Sie können auch helfen, besser zu schlafen.

Gewürze heizen von innen ein und gehören in die Winterküche von Menschen, die leicht frieren. Zu den lukullischen Wärmemachern zählen Anis, Chili, Curry, Ingwer, Kardamon, Knoblauch, Koriander, Kümmel, Pfeffer und Zimt. Reich an diesen feurigen Gewürzen und lecker zum Trinken sind beispielsweise die Gewürzteemischungen von „Yogi Tea“ (erhältlich bei Migros, Coop und in Reformhäusern).

Ein Ingwerpunsch schmeckt köstlich und beugt Erkältungen vor: ein ca. 2 cm grosses Ingwerstück schälen, in Scheiben schneiden und mit 4 Kardamonkapseln, 2 zerdrückten Anissternen, einem Stück Zimtrinde sowie 2 EL Honig in 1/2 Liter Wasser aufkochen und rund 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Die Gewürze abseihen und drei frischgepresste Orangen hinzufügen.

Wohltuend von innen erwärmen Suppen und Eintöpfe, die lange gekocht haben. Gemäss traditioneller chinesischer Medizin (TCM) haben folgende Nahrungsmittel wärmende Qualitäten: Wild, Lamm, Linsen und Wintergemüse wie Randen, Kohl, Rot- und Sauerkraut, Kürbis, Lauch und Zwiebel. Diese Gemüse liefern nicht nur wichtige Vitamine, sondern stärken auch die Abwehrkräfte. Zum Dessert gibt es einen leckeren Bratapfel mit Zimt.

Zu den wärmenden Lebensmitteln zählen auch Maronis. Sie stärken Milz, Nieren und Lungen. Nicht nur körper- sondern auch herzerwärmend wirken sie, wenn man mit dem Liebsten auf einem weichen Fell vor dem Kaminfeuer kuschelt und die Maronis im Kaminfeuer brät!

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 Erschienen in: GlücksPost. © Marie-Luce Le Febve de Vivy.