Frühlingskur für die Haut

Frühlingskur für die HautVersetzen Sie Ihren Körper mit gezielter Pflege in Sommerlaune: Das A und O gesund strahlender Haut ist eine möglichst intakte Hautbarriere – gepaart mit guter Durchfeuchtung und der nötigen Portion Lipide.

Küsst die Frühlingssonne unsere Haut nach den dick eingemummten Wintermonaten wach, präsentiert sich diese oft fahl und abgespannt. Da die Schwimm- und Seebäder ihre Tore bereits in wenigen Wochen wieder öffnen, wird es deshalb Zeit, sich um unseren Körpermantel zu kümmern und ihn in Sommerform zu bringen. Denn welche Frau punktet nicht gerne mit ebenmässiger, strahlender und straffer Haut?

Strapazierte Schutzhülle

Die oberste bzw. äusserste Schicht unserer Haut – von Medizinern auch Stratum corneum genannt – hat zwei Aufgaben zu erfüllen: Zum einen soll sie unseren Organismus davor bewahren, dass Schadstoffe wie krankheitserregende Bakterien, Viren und Pilze, chemische Substanzen oder Allergene eindringen. Zum anderen schützt sie vor äusseren Einflüssen wie Kälte oder Hitze und verhindert, dass wir von innen her zu viel Feuchtigkeit verlieren und unser Körper austrocknet. Aufgrund ihrer Funktionen wird diese äusserste Hautschicht als Hautbarriere bezeichnet.
Wird die Funktion der Hautbarriere gestört – durch Umwelteinflüsse, überheizte Räume, den natürlichen Alterungsprozess oder Krankheiten wie Neurodermitis – zeigt sich das in einem trockenen Hautbild und verstärkter Faltenbildung. Zudem büsst die Haut ihre wichtige Schutzfunktion ein, reagiert empfindlicher auf Aussenreize, wird rau und schuppig.

Hautbarriere aufpäppeln

Damit unsere Schutzhülle nach den hautstrapazierenden Wintermonaten wieder auf Touren kommt, braucht sie gezielte Pflege – von aussen wie von innen. Um den Hydro-Lipidfilm der Haut wieder aufzubauen stehen Körpercremen mit feuchtigkeitsbindenden Zutaten (wie Urea, Lactat, Aminosäuren), Pflegeöle oder Sheabuttter zur Wahl, je nach dem, welche Textur einem persönlich entspricht. Frauen ab etwa 45 Jahren achten darauf, dass ihr Pflegeprodukt auch rückfettende Substanzen enthält, da ihre Haut aufgrund des Alterungsprozesses stärker austrocknet und zu Juckreiz neigt.
Die Körperpflege wird jeweils nach dem Duschen / Baden in die noch leicht feucht Haut einmassiert – und zwar täglich! Einmal pro Woche werden abgestorbene Haut und Hautschüppchen mit einem milden Peeling sanft entfernt. Durch die Exfoliation dringen neue, gesunde Hautzellen an die Hautoberfläche. Dies hilft mit, die Haut frischer strahlen zu lassen.

Spezialitäten der Apotheke für die Pflege von aussen

  • Hochwertige Körpercremen und –lotionen, die besonders hautverträglich sind, da sie dermatologisch getestet und frei von irritierenden Substanzen wie Parabene, Paraffine oder Duftstoffen sind.
  • Schüssler-Salze (Nr. 1 Calcium fluoratum und Nr. 11 Silicea) in Lotion-Form für stark gestresste Haut und zur Straffung des Bindegewebes.
  • Körperöle aus erlesenen Naturstoffen, wie Granatapfel-Pflegeöl, das die Zellerneuerung anregt, oder Sanddorn-Öl, das den Hautstoffwechsel unterstützt.
  • Milde Peelings.

Schönheit von innen

Bei der Haut ist es tatsächlich so, dass Schönheit auch von innen kommt. Um die Haut intakt und strahlend zu erhalten braucht es Vitamine und Mineralstoffe, die den Hautstoffwechsel von innen über die Blutgefässe optimal unterstützen.
Wertvolle Mikronährstoff-Quellen sind Früchte und Gemüse, die reich sind an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Retional (Vitamin A). Dazu zählen gelbe bis orange Gemüse (Rüebli, Pepperoni, Kürbis, Süsskartoffeln), gelbe bis orange Früchte (Aprikosen, Papaya, Mango, Pfirsiche, Sanddorn) sowie dunkelgrünes Gemüse (Spinat, Brokkoli, Kresse oder Portulak). Für geschmeidige Haut sorgt Vitamin A, das in fetten Fischen (Lachs), Milch oder Käse enthalten ist. Ein wahres Beauty-Vitamin ist Vitamin B, das hautglättend wirkt und die Feuchtigkeitszufuhr verbessert. Vitamin C lässt die Haut strahlen und soll auch das Bindegewebe straffen. Unentbehrlich ist Vitamin E, das zur Hautregeneration beiträgt und den Feuchtigkeitsverlust der Haut verringert. Zu finden ist es in Körnern und Nüssen bzw. gewissen kaltgepressten Speiseölen.
Bei den Mineralstoffen spielen Magnesium, Eisen, und Zink eine Hauptrolle für die Haut. Guter Magnesiumlieferant sind Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Eisen findet sich vor allem in Fleisch – eine exzellente, fettarme Quelle ist beispielsweise Bündnerfleisch. Für eine gesunden Zinkhaushalt sorgen Austern, Kalbsleber und Haferflocken.
Noch wichtiger als die Ernährung ist die Zufuhr von Wasser. Da unser Körper zu mindestens 70 Prozent aus Wasser besteht, ist Trinken DAS Lebenselixier. Um die Gesundheit zu erhalten, sind 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag Pflicht, ansonsten beginnt die Haut zu schrumpeln. Angerechnet werden können Mineralwasser, Saftschorle, Kräuter- und Früchtetees, frische Gemüsesäfte sowie selbst gemachte Gemüsesuppen.

Spezialitäten der Apotheke für die Pflege von innen

Wirksame Nahrungsmittelergänzung: Wer zusätzlich zur Ernährung ein vitalisierendes Produkt sucht, findet in der Apotheke nebst klassischen Vitaminpräparaten auch Mittel mit ausgewählten Aktivstoffen, die auf spezielle Hautbedürfnisse/-probleme zugeschnitten sind, wie

  • Zellschutz (mit Antioxidantien wie Grüntee, Coenzym Q10 und Granatapfel)
  • Hautregeneration (mit Vitamin C, Biotin, Pantothensäure und Zink)
  • Hautgeschmeidigkeit (mit Vitamin E und Nachtkerzenöl)
  • Hautdichte (mit Lacto-Lycopen, Soja-Isoflavone und Vitamin)
  • Müde Haut (mit Amino-Peptin und Vitamin C)
  • Sehr trockene Haut (mit Omega 3 & 6 Fettsäuren, Johannisbeerkern-Öl, Lykopin, Vitamin E und Vitamin C.
Was schwächt die natürliche Hautbarriere?

Zahlreich sind die Faktoren, die unsere Haut reizen und die äusserste Schicht unserer Haut schwächen können. Grundsätzlich ist jeder Wasserkontakt eine Herausforderung für die Hautbarriere. Was die Haut besonders stresst, sind:

  • Zu grosse Mengen an Duschgel und Schampoo. Sparsam dosieren!
  • Schaumbäder und langes, heisses Duschen. Lauwarm duschen!
  • Aggressive Reinigungsmittel und grobe Peelingprodukte.
  • Alkohol in Pflegeprodukten.
  • Inhaltsstoffe wie Konservierungsmittel, Duftstoffe und chemische UV-Filter.
  • Starke Temperaturschwankungen, Hitze, Kälteschocks, Wind und UV-Strahlen.
  • Luftverschmutzung
  • Rauchen lässt die Haut schneller altern.
  • Zu wenig Schlaf.
  • Zu wenig Bewegung / Sport, der die Durchblutung der Haut fördert.
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Erschienen in: astreaAPOTHEKE. © Marie-Luce Le Febve de Vivy