Schöne Mähne trotz Sommer-Strapazen

© yellowj - Fotolia.com

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Sommerzeit ist Relax-Zeit – aber leider nicht für unsere Haare. Insbesondere in südlichen Ferienländern, wo sengende Sonnenstrahlen, Meer- oder Chlorwasser sowie sandige Windstösse den Alltag bestimmen, sind sie auf eine Extraportion Pflege angewiesen, um nicht strohig und glanzlos zu werden. Lassen Sie sich von unserem ABC für glänzendes Sommerhaar inspirieren.

Ausspülen:

Direkt nach einem Pool- oder Meeresbad möchten die Haare mit klarem Wasser ausgespült werden – etwa unter der Stranddusche. Die Salzkristalle des Meerwassers wirken wie Brenngläser und verstärken die Einwirkung der Sonnenstrahlen. Das zerstört die Keratinbindungen und entzieht den Haaren die Feuchtigkeit. Sie verlieren ihre Geschmeidigkeit und werden struppig.

Biotin,

auch Vitamin H genannt, ist ein wichtiger Nährstoff für die Haare. Mangelt es am „Schönheitsvitamin“, wird das Haar brüchig und dünner. Die Apotheke bietet Aufbaupräparate mit Biotin, die von innen her stärken.

Coiffeur-Besuch:

Vor den Strandferien ist es ratsam, sich die Mähne schneiden zu lassen. Die Spitzen sind dann stabiler und reagieren weniger empfindlich auf die Sommer-Strapazen. Mit dem Färben wartet man besser bis nach dem Urlaub, da die Sonne die Farbpigmente verändert.

Durst:

Auch Haare dürsten nach Wasser. Werden sie von innen her zu wenig befeuchtet, hapert es mit der Nährstoff-Versorgung der Haarwurzeln. Die grosse Wasserflasche, die man an den Strand mitnimmt, ist nicht nur für den Körper, sondern auch die Haarschönheit eine Wohltat.

Essig:

Das altbewährte Hausmittel zaubert Glanz in die Haare und lässt sie funkeln. Nach dem Waschen 3 EL (Apfel-)Essig mit einen halben Liter laufwarmen Wasser vermischen und ins Haar geben. Nicht ausspülen. Bei brünettem und schwarzem Haar kann man auch eine Tasse abgekühlten Espresso eine halbe Stunde einwirken lassen. Danach ausspülen.

Farbe:

Gefärbte Haare brauchen in den Ferien wegen ihrer künstlichen Pigmente sorgfältige Pflege. Während die Haut in der Sonne Pigmente aufbaut, machen die Haare genau das Gegenteil: Sie verlieren Pigmente und bleichen aus. Das mindert ihre Widerstandskraft gegen freie Radikale. Bei gefärbten Haaren ist – nebst Spezialshampoos für kolorierte Haare – eine Kopfbedeckung am Strand anzuraten.

Grünstich:

Chlorwasser ist der Feind von Blondinnen. Metalle wie Kupfer, die im Wasser gelöst und durch das Chlor oxidiert sind, können das Haar grünlich verfärben. Erste Hilfe leistet ein Aspirin, das man in Wasser auflöst und ins Haar gibt. Danach gründlich ausspülen.

Hut:

Den wirksamsten Haarschutz bieten Sonnenhüte und Kopftücher, vor allem zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die Sonne am stärksten glüht. Strandnixen, die mit Style punkten wollen, schlingen ein Tuch wie einen Stirnreifen um den Kopf, setzen einen Strohhut auf und lassen die Tuchenden im Wind flattern.

Intensiv-Kur:

Strapazierte Haare lassen sich auch auf dem Liegestuhl pflegen. Dafür trägt man eine Repair-Maske auf das trockene oder feuchte Haar auf, steckt das Haar hoch und dreht die Spitzen nach innen (sogenannte Banane). Durch die Wärme wirkt die Kur besonders effektiv.

Jojobaöl

ist eigentlich kein Öl, sondern ein flüssiges Pflanzenwachs. Es legt sich wie ein Schutzfilm um die Haare und lässt sich gut in die Spitzen kneten. Für geschmeidigere Haare kann man auch ein paar Tropfen ins Haarshampoo geben.

Kämmen:

Um zerzauste Haare leichter zu ordnen, kommen Pflegespülungen und Haarmasken zum Einsatz. Besonders praktisch sind Après-Soleil-Feuchtigkeitssprays mit Palmbutter oder Arganöl, die man nur aufzusprühen braucht.

Lauwarm

waschen heisst die Devise im Sommer, denn heisses Wasser würde nur noch mehr austrocknen. Um Chlor-, Salz- und Sandreste zu entfernen eignen sich befeuchtende After-Sun-Shampoos und milde Produkte mit Panthenol, Jojoba oder Keratine.

Masken

sind Balsam für sommerstrapazierte Haare und werden zwei Mal pro Woche aufgetragen. Es gibt sie fixfertig aus der Apotheke, was im Urlaub praktisch ist. Zu Hause kann man sie auch selber machen: Man zerdrückt eine reife Avocado, vermischt sie mit wenigen Tropfen Olivenöl und Zitronensaft und massiert die Mixtur in die Längen ein. Nach 30 Minuten mit einem sanften Shampoo auswaschen.

Nass

machen schützt vor Chlorschäden: Vor dem Sprung in den Pool lohnt es sich, nicht nur den Körper, sondern auch die Haare abzuduschen. Sind sie mit „normalem“ Wasser nass, nehmen sie nicht mehr so viel Chlor auf und trocknen langsamer aus.

Oben ohne:

Glatzenträger schützen ihre freiliegende Kopfhaut mit einem Kopfhautspray (minimum Lichtschutzfaktor 20). Bei allfälligem Sonnenbrand gilt: Die Kopfhaut sofort kühlen und eine Creme mit Panthenol oder Aloe Vera auftragen.

Perücken

helfen über haarlose Zeiten hinweg, sind aber bei heissen Temperaturen eher unangenehm zu tragen. Am Strand, beim Schwimmen und beim Surfen passt ein pfiffiges Baumwolltuch, das um den blanken Kopf geknüpft wird und auch nass werden darf.

Querflechten

sind die freche Strand-Alternative zum klassischen Zopf: Die Haare werden von links nach rechts (oder andersherum) zu einem seitlichen Zopf geflochten und dann festgesteckt.

Regenerierende Haarpflege

ist in den Sommermonaten kein Luxus, sondern ein Muss, denn freie Radikale zerstören die schützende Schuppenschicht. Schäden zeigen sich meist erst nach Tagen oder gar Wochen. Darum gilt in den Ferien: täglich dranbleiben und Feuchtigkeit zuführen!

Spitzen

sind der älteste und somit anfälligste Teil unseres Schopfes. Eine Wohltat sind nährende Spitzen-Fluids. Für Ferienlaune (und Schutz) sorgt eine kleine Portion Kokosnussöl, das man in die Haare einmassiert, bevor man ins Wasser taucht.

Trocknen

lassen statt heiss fönen – das ist bei warmer Sommerluft immer die schonendere Lösung. Auch vom Glätteisen lässt man lieber die Finger.

UV-Schutz

ist auch für die Haare nötig. Gute Dienste leisten Haarsprays, die einen UV-Filter und/oder Wirkstoffe enthalten, die die Haarpracht von Sonnenanbeterinnen und Wasserratten vor dem Austrocknen und Ausbleichen schützen. Sie sollten alle drei Stunden und nach dem Schwimmen erneut aufgesprüht werden.

Vitamine

und Mineralstoffe halten die Haare lebendig. Die Apotheke bietet spezielle Nährstoff-Cocktails an – beispielsweise mit Biotin, Zink oder Folsäure – die für Spannkraft sorgen. Am Hotelbuffet bedient man sich reichlich mit saftigen Früchten und knackigen Gemüsen, die natürliche Vitalstoffe servieren.

Wet-Look

heisst die sexy Strandfrisur, bei der die nassen Haare einfach straff nach hinten zurückgekämmt werden. Wer will, kann dafür auch pflegendes Haaröl mitverwenden.

XXL-Haare

sind immer ein schöner Blickfang. Wer Extensions (künstliche Haarverlängerungen) trägt, steckt seine Traummähne vor dem Schwimmen besser hoch. Und achtet darauf, die Verbindungsstellen täglich zu pflegen und zu entknoten.

Y-Frisur:

eine hübsche Sommer-Alternative zum Pferdeschwanz. Bei offenen Haaren wird von jeder Seite eine Strähne abgeteilt und hinten am Kopf zusammengebunden. Von hinten sieht es dann wie ein Y aus.

Zitronensaft

hellt die Haare an der Sonne auf. Für natürlichen Glanz spülen Hellhaarige ihre Haarpracht mit einer Mischung aus ¼ Tasse Zitronensaft und ½ Tasse Wasser.

Erschienen in: astreaAPOTHEKE. Copyright: Marie-Luce Le Febve de Vivy