Schöner strahlen an den Festtagen

© Victoria Andreas - Fotolia.com

© Victoria Andreas – Fotolia.com

Die Wintermonate gehen an die Haut und trocknen sie verstärkt aus. Gesicht und Körperhülle brauchen nun gezielte Pflege, um geschmeidig zu bleiben. Für zusätzliche Frische und festlichen Glanz sorgt ein altersgerechtes Make-up.

Der beste Garant, um länger jung auszusehen, ist gepflegte Haut. Doch aufgepasst: Die Anforderungen unserer Haut verändern sich nicht nur nach Jahreszeit, sondern auch mit zunehmendem Alter. Lebenslang die gleiche Creme zu benützen, wie dies früher oft gemacht wurde, ist passé. Die wissenschaftliche Dermokosmetik bietet heutzutage eine differenzierte Palette an erprobten Pflegeprodukten für Gesicht und Körper. Deren Ingredienzen sind einerseits auf allfällige Hautprobleme abgestimmt, andererseits vermehrt auch auf altersspezifische Bedürfnisse zugeschnitten.
Wer seine Ausstrahlung intensivieren will – wie etwa an den kommenden Festtagen – passt auch das Make-up dem persönlichen Alter an. Lassen Sie sich von unseren nachfolgenden Tipps inspirieren!

Mit 22 und plus

Die Haut strahlt noch von Natur aus. Um sie vor vorzeitiger Alterung zu schützen, gilt: Vermeiden Sie Rauchen, Alkohol, exzessive Sonnenbäder, Schlafmangel und Crash-Diäten. Trinken Sie viel Wasser, essen Sie vitaminreich und bewegen Sie sich öfters an der frischen Luft – vor allem nach einer ausgelassenen Partynacht.

  • Körperpflege: Ausser Sonnenschutz braucht der Body noch keine spezielle Pflege. Wer mehrmals pro Tag duscht, gönnt sich eine leichte Feuchtigkeitslotion.
  • Gesichtspflege: Tägliche Reinigung ist nun Pflicht. Ebenso eine nicht komedogene Feuchtigkeitsemulsion für junge Haut. Sie wird morgens und abends aufgetragen. Ein sanftes Peeling pro Woche rundet das Pflege-Programm ab.
  • Teint: Bei Hautglanz wird mattierendes Gel auf die T-Zone (Stirne, Nase, Kinn) aufgetragen. Frische ins Gesicht zaubert Rouge auf der oberen Wangenpartie – in Zart-Rosé (bei heller Haut) oder in einem Korallen-Ton (dunkler Hauttyp).
  • Augen: Ob Lidschatten in knalligen Modefarben oder dunkle Smokey Eyes – in diesem Alter macht Experimentieren Freude. Wer trockene Haut hat, nährt die Augenpartie mit einer leichten Augencreme.
  • Lippen: Sie sind voll, gut durchblutet und sehen am besten aus, wenn sie mit einem Lippenstift in süsslichem Farbton (Rosa, Rot, Koralle) oder mit Gloss betont werden. Dunkle Farben lassen älter wirken.
  • Winter-Tipp: Ob Snowboarden oder Skifahren – beim Flitzen auf den Pisten gehört der Haut zuliebe immer ein hochwertiger Sonnenschutz dazu.
Mit 33 und plus

Sie stehen mitten im Leben. Zwischen Kindern und (Teilzeit-)Job fehlt die Zeit für aufwendige Beauty-Rituale. Die Hautalterung wird erstmals sichtbar: Um die Augen bilden sich Mini-Fältchen.

  • Körperpflege: Die Haut beginnt, ihre jugendliche Elastizität zu verlieren. Praktisch ist eine Körpermilch, die schnell einzieht, Feuchtigkeit spendet und hautstraffende Wirkstoffe enthält.
  • Gesichtspflege: Im Mittelpunkt steht nach wie vor die Feuchtigkeitszufuhr. Ideal ist eine Tagescreme, die gleichzeitig vor UV-Strahlen schützt. Abends darf es reichhaltiger werden, mit einer Nachtcreme, die das Hautgewebe regeneriert (z.B. Vitamin A, E und Panthenol).
  • Teint: Um innert einer Minute frischer auszusehen, eignen sich BB-Cremes, die es (in der Apotheke) auch für sensible Haut gibt. „BB“ ist die Abkürzung für „blemish balms“, d.h. diese Creme-Texturen verbergen allfällige „Makel“ (wie Rötungen, Flecken usw.) und verleihen der Haut Leuchtkraft.
  • Augen: Ab jetzt gehört eine Augencreme zum täglichen Programm. Beim Schminken gilt: Wer tagsüber wenig Zeit hat, konzentriert sich auf einen Kajal-Strich (in Braun, Violett oder Dunkelblau) am oberen und unteren Wimperansatz und verwischt ihn sanft. Dazu werden die Wimpern mit Mascara getuscht. Abends sind Smokey Eyes schön, solange sie nicht allzu dunkel daherkommen.
  • Lippen: Ideal sind cremige Lippenstifte und Lipgloss in frischen Tönen. Für einen verführerischen Kussmund sieht abends ein tiefroter Lippenstift gut aus.
  • Winter-Tipp: Wer zu Fieberbläschen neigt, setzt auf einen prophylaktisch wirkenden Lip Stick mit Lichtschutzfaktor und Pflanzenextrakten, der zudem vor Wind und Kälte schützt.
Mit 44 und plus

Sie stehen in der Blüte Ihres Lebens, sind beruflich auf dem Höhepunkt. Ihre Haut zeigt erste Ermüdungszeichen und braucht nun regenerierende Pflege.

  • Körperpflege: Die Haut wird trockener und reagiert sensibler auf Umwelteinflüsse wie Winterluft, Sonne und Wind. Gefragt ist jetzt eine reichhaltige Körpercreme, etwa mit Shea-Butter oder natürlichen Ölen, die tief in die Haut eindringt und die Hautbarriere stärkt.
  • Gesichtspflege: Das Gesicht wird blasser, die Kollagenproduktion nimmt weiter ab. Die Falten vertiefen sich, da die Haut nicht mehr so gut Feuchtigkeit bindet. Ideal sind Anti-Aging-Pflegeprodukte mit Hyaluron und anderen Substanzen an, die von innen her aufpolstern.
  • Teint: Hautunregelmässigkeiten werden mit einem Concealer abgedeckt. Gelbe Abdeckprodukte blenden blaue Hauttöne aus, wie dunkle Augenringe. Für ein einheitliches Hautbild sorgt eine hydratisierende Grundierung (Foundation) in Creme- oder Flüssigform. Auf Stirn, Kinn und Nasenflügel, die zu Glanz neigen, kommt zusätzlich etwas heller Puder. Für Frische sorgt ein Hauch Rouge in Cremetextur.
  • Augen: Morgens und abends werden sie mit einer reichhaltigen Augencreme genährt. Beim Schminken sind sanfte, matte Lidschatten in hellen bis mittleren Tönen zu bevorzugen. Um den Augen mehr Ausdruckskraft zu verleihen, eignet sich brauner oder grauer Eyeliner am oberen Wimpernrand. Da die Augenbrauen jetzt lichter werden, füllt frau sie mit Augenbrauenpuder auf.
  • Lippen: Mit dem Alter verblasst auch die Lippenfarbe. Dagegen helfen Lippenstifte in strahlenden Rot-, Rosa- oder Pfirsichtönen, besonders im Winter. Bevorzugen sie satinierte, hydratisierende Texturen. Umranden Sie die Lippen immer mit einem passenden Konturenstift. Ein kleiner Tupfer Lipgloss auf der Mitte der Unterlippe wirkt verjüngend.
  • Wichtig im Winter: Wenn trockene Heizungsluft die Gesichtshaut zusätzlich strapaziert, sorgen hochkonzentrierte Seren und hautstrafende Masken für bessere Durchblutung und Verfeinerung des Hautbildes. Hals und Dekolleté nicht vergessen!
Mit 55 und plus

Nach den Wechseljahren nehmen Elastizität und Spannkraft der Haut sichtbar ab. Der gesamte Stoffwechsel verlangsamt sich. Die Haut wird dünner, bekommt einen fahlen Farbton sowie eine unregelmässige Pigmentierung.

  • Körperpflege: Die Hautzellen erneuern sich langsamer, die Haut verliert ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern. Sie wird spröde und extrem empfindlich. Dagegen hilft nur eins: reichlich eincremen – und zwar morgens UND abends.
  • Gesichtspflege: Auch hier ist Intensivpflege zu empfehlen. Um die Hauterneuerung anzuregen und die Hautdichte zu optimieren, bietet die Apotheke gut verträgliche Pflegeprodukte für die reife Haut an. Sie verhelfen zu mehr Kontur.
  • Teint: Auf faltigem Untergrund sieht es ungepflegt aus, wenn man zu dick aufträgt und zu viel Puder verwendet. Weniger ist jetzt mehr. Decken Sie Augenringe oder Pigmentflecken mit einem Concealer ab und bevorzugen Sie eine Grundierung mit leichter Konsistenz. Für Frische sorgt etwas Rouge.
  • Augen: Im Vordergrund steht die Pflege mit einer hochwertigen Augencreme. Setzen Sie auf Lidschatten in sanften, hellen Tönen – ohne schimmernden Effekt, der Lidfältchen unnötig hervorhebt. Um das Auge zu „öffnen“: Zieren Sie den oberen Wimperrand mit einem leicht verwischten Lidstrich und tuschen Sie nur die oberen Wimpern.
  • Lippen: Die Lippen sind schmaler geworden. Besonders praktisch ist ein dermokosmetisches Anti-Aging-Pflegeprodukt aus der Apotheke, das gleichzeitig Augen und Lippenkonturen versorgt. Achten Sie bei der Wahl eines Lippenstifts auf eine cremige Konsistenz. Und benützen Sie einen Konturen-Stift, damit die Farbe nicht ausläuft.
  • Winter-Tipp: Ihre Haut freut sich jetzt über jede Extra-Streicheleinheit! Rundum-Wohlbefinden bieten Öl-Massagen – sei es eine ayurvedische Abhyanga-Massage oder eine Hot-Stone-Behandlung mit Arganöl.
Erschienen in: astreaAPOTHEKE. © Marie-Luce Le Febve de Vivy