Strahlend schön

Copyright: La Roche-Posay

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Ein ebenmässiger Teint ist das A und O einer natürlich schönen Ausstrahlung. Um Gesicht und Körper in Beauty-Stimmung zu versetzen, lohnt es sich, zu hochwertig pflegenden sowie korrigierenden Produkten zu greifen – selbst bei ausgeprägten Hautanomalien. Die moderne Dermokosmetik bietet Lösungen für jedes Hautbild.

Nicht nur unsere Zähne, auch unsere Körperhülle braucht täglich Aufmerksamkeit in Form von sorgfältiger Pflege. Da unsere Haut ein sehr sensibles Organ ist, spielt die Qualität der „Hautnahrung“ eine bedeutende Rolle. Besonders gut verträglich sind sogenannt dermokosmetische Pflegeprodukte (von Tages- und Nacht-Cremen, Augenpflege über Seren, Hautfüller bis zu Körper-Lotionen und Duschgels), wie sie in der Apotheke erhältlich sind. Was sie von herkömmlichen Beauty-Erzeugnissen unterscheidet, ist:

  • Ihre Wirkstoffe werden in klinischen Studien erforscht und sind auf spezielle Hautzustände zugeschnitten – von Akne über trocken-fettarme Haut, Verlangsamung der Faltenbildung bis zur Behandlung von Hauterkrankungen.
  • Je nach Rezeptur sind Dermokosmetika frei von irritierenden Zusätzen wie Parabene, Duft- und Farbstoffen oder bestimmten Konservierungsmitteln.

Jede Haut ist einzigartig und freut sich, wenn sie nicht mit der erstbesten Creme, sondern typgerecht verwöhnt wird – mit ausgewählten Ingredienzen, die dem aktuellen Hautzustand entsprechen. „Gute Produkte müssen nicht teuer sein, sie sollten sich aber gut anfühlen auf der Haut, nicht klebrig sein, schnell einziehen und angenehm im Geruch sein. Weder im Gesicht noch am Körper sollten Spannungsgefühle auftreten“, empfiehlt die renommierte Schweizer Kosmetikerin Bea Petri.

Pflege-Neuheiten aus der Apotheke

Sofern die Haut nicht empfindlich reagiert, kann es sich lohnen, neue Pflegeprodukte auszuprobieren, da die Hautforschung nicht still steht und ihre Rezepturen laufend optimiert. „Ich persönlich wechsle gerne die Produkte aus, wenn ich sie aufgebraucht habe. Ich mag einen neuen Duft, eine andere Konsistenz und auch neue Verpackungen im Badezimmer“, so Bea Petri.
Wer ebenfalls Lust auf Abwechslung verspürt und/oder neuartige, erprobte Wirkstoffkombinationen testen will, findet in der Apotheke eine immense Fülle an bewährten Dermokosmetika und spannenden Neuheiten, beispielsweise für folgende Haut- und Beautyprobleme:

Vertikale Falten reduzieren: Mit zunehmendem Alter verhärten sich die Gesichtszüge, man sieht müder und trauriger aus. Ein leichtes Fluid mit hautregenerierendem Thermalwasser, purem Retinol sowie LR2412 (einem Jasmin-Extrakt) hilft, vertikale Falten zu mildern und jugendlicher auszusehen.

Hautfestigkeit erhöhen: Reife Haut verliert an Festigkeit und damit an Ausstrahlung. Ein nicht fettendes Gesichtsöl mit den Omega-Fettsäuren 3, 6 und 9 füllt die Lipid-Depots auf und macht die Haut geschmeidiger.

Pigmentflecken mindern: Pigmentstörungen zählen zu den Hauptgründen für ein unregelmässiges Hautbild.  Ein korrigierendes Intensivserum mit einem depigmentierenden Wirkstoff aus dem Holz des Kieferbaums, gepaart mit zwei Antioxidantien, vereinheitlicht das Hautbild (auch für sensible Haut geeignet). Die dazu passende Augenpflege bekämpft blaue und braune Augenringe.

Im Handumdrehen frischer aussehen: Eine neue, getönte Feuchtigkeitspflege (CC-Cream 6-in-1) erfüllt unkompliziert alle modernen Beauty-Bedürfnisse – von Sonnenschutz (UV 20) über Abdecken von Haut-Unregelmässigkeiten bis zur Milderung von Pigmentflecken und feinen Fältchen.

Intensivpflege für sehr trockene Haut: Trockene Haut kann zu unangenehmen Symptomen wie Juckreiz, Spannungsgefühlen und Hautirritationen führen.  Dagegen helfen Präparate, deren Ingredienzen wie Omega-6-Fettsäuren, Süssholzwurzel-Extrakt oder Urea die Haut stärken, sich vor äusseren schädlichen Einflüssen schützen und allfällige Verhornung vorbeugen.

 

Make-up für schöneren Teint: Die (kleinen) Unterschiede

Ein makelloser Gesichtsteint ist Basis eines gepflegten, strahlenden Auftritts. Um das Hautbild zu optimieren und allfällige Unregelmässigkeiten abzudecken, stehen verschiedene Texturen zur Wahl:

  • Getönte Tagescreme: Sie pflegt die Haut und zaubert einen Hauch Farbe ins Gesicht.
  • BB-Creme: Das „BB“ steht für “Blemish Balm” („Blemish“ = englisch für „Makel“). Mineralpigmente sorgen für eine ebenmässigere Haut.  BB enthalten oft auch Sonnenschutz und Antioxidantien, je nach Anbieter. Sie sind dickflüssiger als Tagescremen, jedoch leichter als Foundations.
  • CC-Creme: Das „CC“ steht für „Color Correcting“. Der Unterschied zu BB-Cremen ist meist gering. In der Regel enthalten sie zusätzlich Wirkstoffe zur Pigmentaufhellung und Milderung feiner Fältchen.
  • Flüssig-Foundation: Der Pluspunkt der klassischen Make-up-Grundierung ist die grosse Auswahl an Farbschattierungen – im Gegensatz zu BB- und CC-Cremen, von denen es nur eine begrenzte Auswahl an Farbtönen gibt.
  • Camouflage: siehe Interview mit Bea Petri.

 


Interview

Bea_Petri«Schwierig ist nur das Auswählen des richtigen Farbtons.»

Störende Hautanomalien möchte man am liebsten verstecken. Mit Camouflage lassen sie sich optisch „wegzaubern“. astreaAPOTHEKE hat bei Bea Petri, Star-Visagistin und Inhaberin der Schminkbar in Zürich, nachgefragt, worauf dabei zu achten ist.

 

Was genau bedeutet „Camouflage“?

Bea Petri: Das Wort Camouflage bedeutet „Tarnung“. Camouflage wurde früher auf Rezept des Arztes auf den Hautton des Patienten abgestimmt und im Labor der Apotheke hergestellt.  Es gab damals einen Papierring, auf dem verschiedene Hauttöne abgebildet waren. Diesen Ring hielt man ans Gesicht des Patienten und suchte so die passende Farbe. Oftmals mussten die Töne gemischt werden, bis der richtige Hautton gefunden wurde.

Was unterscheidet moderne Camouflage-Produkte von Foundations bzw. BB- und CC-Cremen?

Camouflage ist wie ein Make-up, nur viel stärker pigmentiert als herkömmliche Produkte. Dank der starken Deckkraft lassen sich mit Camouflage verschiedene Hautanomalien abdecken. Im Gegensatz zu den BB- oder CC-Cremen gibt es eine riesige Auswahl an Hauttönen.

Bei welchen Hautproblemen wird Camouflage verwendet?

Camouflage kann überall dort verwendet werden, wo auf der Haut (Körper und Gesicht)  etwas abgedeckt werden muss. Seien es Tattoos , Feuermale, Muttermale, Flecken, Rötungen, Pigmentstörunen, Schwangerschaftsstreifen, Vitiligo oder Hämatome nach Operationen.

Wie trägt man Camouflage richtig auf? Was sind die Herausforderungen?

Schwierig ist nur das Auswählen des richtigen Hauttons. Es gibt etwa 60 verschiedene Hautfarben und daraus die eigene zu erkennen oder zu mischen, ist sehr schwierig. Die Lichtverhältnisse sind von grosser Bedeutung: der passende Ton muss unbedingt bei Tageslicht ausgewählt werden. Kunstlicht schluckt und verfälscht daher die Farbe. Egal, was abzudecken ist, der Farbton muss mit dem restlichen Farbton übereinstimmen.
Zusätzlich braucht es Fixierpuder sowie einen Pinsel (je nach Fläche) zum sorgfältigen und feinen Auftragen der Paste auf der zu bedeckenden Stelle.

Wird ein rotes Feuermal gleich camoufliert wie beispielsweise Vitiligo? Wenn nicht, was ist der Unterschied?

Es existiert auch grüne Camouflage-Creme. Mit dieser Komplementärfarbe werden Rötungen vorerst neutralisiert. Nach der Fixation mit losem Puder wird mit dem individuell passenden Hautton darüber geschminkt.
Bei weissen Flecken (Vitiligo) kann versucht werden,  mit etwas Selbstbräuner oder Tanxpress-Lotion die betroffenen Stellen vorzubereiten. Schlussendlich hat die Camouflage jedoch genügend Deckkraft, die Flecken dem gesunden Hautton anzupassen. Bei dunklen Flecken (z.B. Muttermal oder blaues Auge) kann zuerst aufgehellt werden. Nach der Fixation mit Puder wird die Stelle ebenfalls mit dem hauteigenen Farbton überdeckt.

Wie lange hält Camouflage? Und wie schminkt man sie ab?

Camouflage ist wasserfest und kann sich mehrere stunden auf der Haut halten. Es kommt darauf an, wo sie aufgetragen wird. Sobald Camouflage mit etwas Öligem oder Ölhaltigem vermischt wird oder in Berührung kommt, löst sie sich. Darum nimmt man auch am besten ein Öl zum Abschminken.

Was passiert, wenn man schwitzt, verregnet wird oder schwimmen geht? Zerläuft dann die Abdeckung?

Nein, dies sollte nicht passieren – vorausgesetzt die Camouflage wurde richtig  mit speziellem Puder oder Spray fixiert.

Wie sieht es mit dem UV-Schutz aus? Kann man über der Camouflage Sonnencreme einstreichen?

Die enthaltenen Pigmente  schützen vor der Sonne. Jedoch genügt dies alleine nicht. Es kommt auch darauf an, was man abdeckt. Generell gilt: Den UV-Schutz lieber unter der Camouflage anwenden als darüber.

Zu den Beinen: Lassen sich auch Besenreiser und Krampfadern verstecken?

Camouflage lässt sich auch an den Beinen wirkungsvoll einsetzen. Für grössere Flächen empfehle ich, mit einem Schwamm zu arbeiten. Vor allem wenn man baden gehen will, so ist die Camouflage sehr deckend und wasserfest.

Was lässt sich selbst mit Camouflage nicht abdecken?

Narben. Alles was dreidimensional ist, kann nicht mit Camouflage abgedeckt werden. Ansonsten: Bei grossen und sehr dunklen Tattoos braucht es viel Geduld. Eine Schicht abdecken, dann fixieren, wieder eine Schicht abdecken – abpudern usw… so lange, bis das Tattoo verschwunden ist.

Worauf ist beim Kauf von Camouflage-Produkten zu achten?

Dass ein gutes Produkt gekauft wird. Die Pigmentierung muss so stark sein, dass mit sehr wenig Material viel abgedeckt werden kann.

Ihr persönlicher Tipp?

Es wird oft fälschlicherweise behauptet, dass es schwierig sei, Camouflage aufzutragen. Es gibt sogar Kurse und Weiterbildungen. Das finde ich völlig unnötig. Man muss sich einfach ein Make-up vorstellen, welches sehr stark pigmentiert ist und sich anfühlt wie eine Paste. Mit einem Pinsel oder einem Schwamm können die Stellen am Körper oder im Gesicht einfach und unkompliziert abgedeckt werden. Die Flecken werden weder dunkler noch hell abgedeckt, sondern immer in der Farbe des eigenen Hauttones. Dann mit Puder fixieren und fertig ist die Abdeckung. Es ist also überhaupt keine Zauberei.

 

 Erschienen in: astreaAPOTHEKE. © Marie-Luce Le Febve de Vivy