Vorsicht, Schönheitsräuber!

© xalanx - Fotolia.com

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Geniessen ist schön – aber zu viel Genuss lässt uns schneller 
alt aussehen. Wer sich eine jugendliche Ausstrahlung bewahren möchte, schützt seine Haut vor gefährlichen Vitalstoffplünderern.

Jeder träumt davon, mit makelloser Haut, voller Mähne und jugendlicher Ausstrahlung zu punkten. Gut, dass Mutter Natur jeden Menschen zur Geburt mit einem hochdotierten «Konto» an praller, straffer Haut, glänzenden Haaren und vitaler Frische bestückt.

Selbstverständlich altern wir nicht alle gleich schnell, denn die Gene mischen da tüchtig mit. Unser Lebensstil – also die Art und Weise, wie wir unser persönliches «Beauty-Konto» im Laufe des 
Lebens verwalten und pflegen – spielt aber ebenfalls eine tragende Rolle. Manche Genussgifte sind wahre Schönheitskiller, die stark am persönlichen Schönheitsvermögen zerren und uns früher älter aussehen lassen, als es uns passt. Zu den Hauptgründen zählt ein übermässiger Verbrauch an Vitalstoffen, die die Körperzellen verbrauchen, um zugefügte Gifte auszuscheiden. Je mehr wir uns solchen Belas­tungen aussetzen, desto schneller schrumpft das Beauty-Konto.

Die schlimmsten Schönheitskiller

Wer seine Körperhülle auf natürliche Weise jung erhalten will, macht am besten einen weiten 
Bogen um altmachende Genussfallen. Das sind:

Falle 1: Alkohol trinken

Ob Wein, Wodka oder Weissbier – Alkohol wirkt diuretisch, d. h. er entzieht dem Körper reichlich Wasser. Typisch dafür ist der «Nachbrand» nach einem durchzechten Abend. Fehlt es der Haut wie auch dem Bindegewebe 
an Feuchtigkeit, verliert sie an Spannkraft und Elastizität, was die frühzeitige Faltenbildung fördert.
Alkohol ist zudem einer der gemeinsten Vitalstoffräuber. Durch die übermässige Wasserausscheidung werden Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Natrium über die Nieren ausgeschwemmt. Um den Alkohol zu verstoffwechseln, verbraucht der Organismus viele B-Vitamine (insbesondere B1, B12 und Folsäure). Häufiger Alkoholgenuss kann zudem die Aufnahme des Hautvitamins A, des Sonnenvitamins D und des Antioxidationsvitamins E blockieren. Die Haut wird fahl, und bestehende Hautprobleme wie Schuppenflechte oder Akne können sich verschlimmern. Alkohol erweitert zudem die Blutgefässe im Gesicht und beschert einen 
roten Wangenbereich. Kommt dazu, dass alkoholische Getränke schnell auf die Linie schlagen und die Figur ruinieren, da sie sehr kalo­rienreich sind.

Falle 2: Rauchen

Auch Raucher plündern ihre 
Vitalstoffdepots. Jeder Zug am Glimmstängel enthält nicht nur krebsfördernde Bestandteile und Giftstoffe, sondern auch Unmengen an freien Radikalen. Experten schätzen, dass ein einziger Inhalationszug 100’000’000’000’000 (100 Billionen) freie Radikale enthält – also ein freies Radikal pro Körperzelle! Diese aggressiven Stoffe müssen umgehend neutralisiert werden, damit sie nicht die elastischen Fasern in der Haut zerstören und keine schlimmeren Schäden wie Krebs auslösen. Dafür 
bedient sich unser Körper an seinen Vitamin-C-Vorräten, sofern sie vorhanden sind. Jede Zigarette kostet rund 25 Milligramm von diesem Vitamin, das vor Oxidationsschäden bewahrt. Wer pro Tag ein Päckchen, also 20 Zigaretten, raucht, muss riesige Portionen an Zitrusfrüchten, Kiwi oder Sanddorn verdrücken, um die Blutgefässe der Haut in Form zu halten, die natürliche Kollagenbildung zu fördern und seine Haut glatt und rein zu behalten, damit sie nicht grau und fahl wird.

Falle 3: Zucker

Ob Softdrinks, Süssigkeiten oder Frühstücksflocken: Moderne Produkte für den raschen Genuss munden aus einem einzigen Grund: Sie sind vollgespickt mit Zucker, einem Geschmack, den bereits Babys lieben. Zuckerbomben liefern aber null Vitalstoffe. Stattdessen rauben sie Vitamin B1, B3, Zink und Chrom, die dann an anderen Körperstellen fehlen. Ein Mangel an diesen Vitaminen und Mineralstoffen kann Müdigkeit, Gereiztheit oder depressive Stimmungen auslösen, die eher alt als jung wirken lassen.

Falle 4: Übersäuerung

Grosse Mengen an Fleisch, Pasta und Fertiggerichten sind für dynamisches Aussehen nicht wirklich förderlich. Schlaffes Binde­ge­webe, vorzeitige Faltenbildung, Haarausfall, Cellulite oder unreine Haut gehen auf das Konto eines übersäuerten Organismus. Für eine jugendlich-frische Erscheinung braucht unser Körper eine Ernährung, die zu mindestens 70 Prozent aus Basenbildnern (siehe unten) und zu maximal 30 Prozent aus Säurebildnern 
besteht. Ansonsten müssen die Mineralstoffdepots herhalten, um die Übersäuerung abzupuffern.
Weniger Säure im Körper bedeutet auch, dass man weniger «sauer» ist und dafür entspannter durchs Leben geht. Eine gute 
Voraussetzung für schönes und stressfreies Strahlen!

Gesunder Genuss

Übrigens: Nicht jeder Genuss lässt älter aussehen! Ein schönmachender Jungbrunnen ist ein erfülltes Liebesleben, das die Hormon­produktion in Schwung hält, das Immunsystem stärkt und die Stimmung hebt.

 

Basisch oder sauer?

Säurebildend sind: Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Reis, Getreideprodukte, Teigwaren, Linsen, Süssigkeiten, Cola, Alkohol, Kaffee. 

Eher neutral sind: stilles Wasser, Olivenöl, Butter, Kefir, Rahm, dunkle Schokolade, weisser Zucker.

Basenbildend sind: Apfelessig, Gemüsesäfte, Gemüse, Früchte, Kartoffeln, Kräuter, Salate, Molke.

Die Lebensmittel, die am meisten Vitalstoffe liefern sind basenbildende Gemüse und Früchte. Säurebildendes Weissmehl, Pasta, Fertiggerichte und Süssigkeiten hingegen liefern kaum Vitalstoffe, dafür viele leere Kalorien!

 

Sonne verursacht Photoaging

Nicht nur Genussgifte, auch zu viel Sonne lässt uns alt aussehen! Experten schätzen, dass 80 % der vorzeitigen Hautalterung auf UV-Strahlen zurückgehen – auch Photoaging genannt. Die UV-A-Strahlen dringen tief in die Haut ein, schädigen das Kollagen und bilden freie Radikale, was die Haut schneller altern lässt.

 

Erschienen in: GlücksPost. © Marie-Luce Le Febve de Vivy.