Spriessende Pickel – so siehst du frischer aus!

Copyright: Louis Widmer

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Ausgerechnet dann, wenn Flirten, Partys und verführerisches Aussehen zunehmend angesagt sind, tauchen sie auf und können einem die Laune so richtig verderben: Doch keine Bange vor den Pickel-Quälgeistern! Das A und O bei Akne ist die richtige Pflege. astreaAPOTHEKE erklärt, worauf es ankommt.

Um es gleich klar zu stellen: Akne ist ein ganz normales Phänomen und kein Zeichen, dass du dich zu wenig wäschst oder ungepflegt bist. Im Gegenteil – du bist mit diesem Problem nicht allein! Unreine Haut wird für rund 80 Prozent der Jugendlichen zur Herausforderung, sei es als Mitesser, eitergefüllte Pusteln und/oder fettige Haut. Auch wenn es uncool aussehen mag, gibt es keinen Grund, sich minderwertig zu fühlen.
Die Gesichtspickel sind vielmehr ein klares Zeichen, dass sich dein Körper im Umbruch befindet – zwischen Jugend und Erwachsenwerden.  Die Produktion von Sexualhormonen wird angekurbelt. Das animiert die Talgdrüsen in der Haut, vorübergehend vermehrt Fett abzusondern. Dieser Talg dient normalerweise dazu, deiner Haut einen natürlichen Schutzfilm zu verpassen.

Wie entsteht Akne?

Verstopfen Hornzellen die Poren (Talgdrüsenausgänge), entstehen kleine, schwarze Mittesser bzw. unreine Haut. Siedeln sich im verschlossenen Talgdrüsenkanal Bakterien an, löst dies Entzündungen aus, die Pickel und eitrige Pusteln spriessen lassen.
Wie stark Akne zuschlägt, ist sehr unterschiedlich und erblich bedingt:  Bei den einen wachsen nur ein paar Pickel rund um die Nase, bei anderen verwandelt sich das Gesicht vorübergehend in eine „Mond-Krater-Landschaft“.

Was hilft gegen die Pickelflut?

Ob vereinzelte Pusteln, erweiterte Poren oder fettiger Glanz im Gesicht: Damit die Akne dir nicht allen Spass verdirbt, gönnst du dir am besten eine regelmässige Gesichtspflege. Und zwar mit talgregulierenden Produkten, die speziell auf deine  junge, unreine Haut zugeschnitten sind. Dies gilt übrigens nicht nur für schönheitsbewusste Girls, sondern ebenso für starke Jungs, die lieber ihre „Muckis“ trainieren, als sich irgendwelche Cremen ins Gesicht zu schmieren.
Indem du deine Haut täglich reinigst, klärst und pflegst, linderst du bereits vorhandene Entzündungen. Und sorgst dafür, dass sich weniger Poren verstopfen und weniger neue Mitesser spriessen. Etwas Ausdauer ist allerdings angesagt: Es kann mehrere Wochen bis Monate dauern, bis sich erste Verbesserungen zeigen. Deine Geduld lohnt sich aber.

Schritt 1: Reinigen

Häufigster Fehler ist eine zu aggressive Reinigung mit herkömmlicher Seife oder alkoholhaltigen Produkten. Dies strapaziert die Haut unnötig, schädigt ihren natürlichen Säureschutzmantel und öffnet Tür und Tore für Keime und Irritationen, die Akne verschlimmern.
Tägliche Reinigung – so geht es: Um deine Haut gründlich von überschüssigem Talg und Schmutzpartikeln zu befreien und porentief zu säubern, eignet sich ein alkoholfreier Reinigungsschaum für fette und unreine Haut. Befeuchte deine Haut mit lauwarmem Wasser und massiere den Schaum sanft in dein Gesicht ein. Danach gründlich abspülen. Damit bereitest du deine Haut auf die anschliessende Pflege vor.
Lege dich nie schlafen, ohne dich vorher abgeschminkt zu haben!
Peelings: Um das Hautbild zu verfeinern, sind 2 bis 4 Gesichtspeelings pro Woche eine tolle Sache – sofern du dermatologisch getestete Produkte verwendest, die auf die Akne-Haut zugeschnitten sind. So geht das Peeling: Gesicht anfeuchten und Peeling mit kreisenden Bewegungen im Gesicht verteilen. Danach ausgiebig mit (lauwarmem) Wasser abspülen.
Ideal sind sanfte Peelings, die nicht nur abgestorbene Hautschüppchen entfernen und die Durchblutung anregen, sondern gleichzeitig auch medizinisch geprüfte Wirkstoffe wie Salicylsäure oder Fruchtsäuren enthalten, um verstopfte Poren zu lösen.
Wer nicht zu viele Produkte kaufen will, setzt auf ein Dreifach-Produkt (ebenfalls aus der Apotheke), das sowohl als Reinigungscreme, als Peeling wie auch als mattierende Gesichtsmaske dient.

Schritt 2: Klären

Nach der Reinigung freut sich deine Haut, wenn du sie noch mit einem nicht schälenden Tonic bzw. einer Lotion befeuchtest, um sie von letzten Rückständen zu befreien und zu desinfizieren.  Gib etwas Tonic auf einen Wattebausch und fahre sanft über das gesamtes Gesicht.

Schritt 3: Pflegen

Morgens und abends kommt nach der Reinigung eine leichte, mattierende Feuchtigkeitsemulsion auf die Haut, die als „nicht komedogen“ ausgewiesen ist. Das heisst: sie enthält keine Inhaltsstoffe wie Lanolin, Silikon oder Algenextrakte (um nur einige solcher Inhaltsstoffe zu nennen), die im Verdacht stehen, Mittesser und Pickel zu begünstigen. Absolut tabu sind stark fetthaltige Cremes – selbst im Winter.
SOS-Pflege für unterwegs: Bei der Reinigung und Pflege von Akne gibt es grundsätzlich keine „Kurz-Version“. Willst du deine Pickel-Flut mindern, musst du täglich dranbleiben. Dennoch musst du nicht all deine Akne-Produkte mitschleppen, falls du in den Ausgang gehst und noch nicht weisst, ob du zu Hause oder anderswo übernachten wirst. Praktisch ist dann ein kleiner Stick, der in die Handtasche oder in den Bag passt. Er enthält desinfizierende Wirkstoffe wie Fruchtsäuren, Salicylsäure oder Teebaumöl und wird punktuell auf Mitesser und Pickel aufgetragen.

Schritt 4: Abdecken

Pickel lassen sich nicht einfach „wegzaubern“. Um den Teint zu verschönern und Unreinheiten zu kaschieren gibt es aber entzündungshemmende Abdeckstifte, die die Poren nicht verstopfen und direkt auf (kleine) betroffene Stellen aufgetragen werden. Eventuell sichtbare Ränder kannst du mit sauberen Fingern leicht verwischen.
Für einen frischen Teint sorgt ein Make-up mit leichter Textur, das sich mühelos über die Tagespflege auftragen lässt und nicht verklebt. Es existieren verschiedene Farbschattierungen, die den Teint bis zu acht Stunden mattieren.

Erschienen in: astreaAPOTHEKE. © Marie-Luce Le Febve de Vivy