Brüssel – im Königreich des Genusses

Brüssel: Vorweihnachts-Stimmung auf der Grande Place. (c) Visit Flanders.

Brüssel: Vorweihnachts-Stimmung auf der Grande Place. (c) Visit Flanders.

Brüssel ist nicht nur die Hauptstadt der Europa-Bürokratie, sondern eine lebhafte Metropole, die rund ums Jahr lukullisches Essen, angesagte Mode, spannende Museen sowie eindrückliche Architektur bietet.

Im Zentrum von Brüssel gibt es eine sogenannte vornehme Oberstadt mit monumentalen Bauten, wie dem Königspalast (das Büro von König Philippe. Die Familie lebt etwas ausserhalb im Schloss Laeken), dem imposanten Justizpalast oder international renommierten Museen wie das Magritte-Museum, wo die weltweit umfangreichste Sammlung des surrealistischen Malers zu bewundern ist. Wenige Treppenstufen tiefer gelangt man in die quirlige Unterstadt, zur weltberühmten Grande Place mit ihrem reizenden Mittelalter-Flair.

Imposant: Diese Treppe führt in Brüssel von der Ober- in die Unterstadt mit dem Rathaus-Turm. (c) Andres Frosch

Rund um den grossen Platz entdeckt man touristische Attraktionen, wie die beiden Essgassen Rue des Bouchers, wo sich ein (Fisch-)Restaurant ans nächste reiht, die kleine Brunnenfigur Manneken-Pies, nostalgische Chocolatier-Boutiquen sowie die gedeckte Einkaufs-Galerie St. Hubert. Hier wurde 1912 übrigens die Praline erfunden – und zwar von der Schweizer Apotheker-Familie Neuhaus, die von Neuenburg eingewandert war. Und die als Erstes damit begann, Medikamente mit Schokolade zu überziehen, um bittere Pillen schmackhafter zu machen.

Chocolatier Neuhaus Brüssel

In der renommierten Galerie St. Hubert wurde vor 100 Jahren die Pralinen-Kunst durch die Schweizer Familie Neuhaus erfunden. (c) Andres Frosch

 

Im Zentrum gibt es zahrleiche Chocolatier-Boutiquen. (c) Visit Flanders

Im Zentrum gibt es zahlreiche (nostalgische) Chocolatier-Boutiquen. (c) Visit Flanders

Rue des Bouchers Brüssel: Meeresfrüchte für jeden Geschmack. (c) Andres Frosch

Rue des Bouchers Brüssel: Meeresfrüchte für jeden Geschmack. (c) Andres Frosch

Typisch belgisch: Moules mit (hausgemachten) Fritten und Mayo. (c) Visit Flanders.

Typisch belgisch: Moules mit (hausgemachten) Fritten und Mayo. (c) Visit Flanders.

Lukullische Höhenflüge erlebt man in den Restaurants junger Kochtalente – auch „Küchenrebellen“ genannt. Mit saisonalen und regionalen (Bio-)Produkten kreieren sie überraschende Menü-Mehrgänger, die für Geschmacksexplosionen sorgen und den Gaumen verzaubern. Wie Eier mit Estragon und Grana Padano oder Kabeljau mit Algen und Gurken. Zu Preisen, die jedes Schweizer Herz erfreuen. Oder in Hinterhof-Bars, die in urchiger Atmosphäre typische Trappisten-Biere servieren, die von Mönchen gebraut wurden.

«Küchen-Rebellen» Der Chefkoch des Restaurants «Gramm» kreiert alle zwei Wochen ein neues 6-Gang-Menü. (c) Andres Frosch

Belgische «Küchen-Rebellen»: Der Chefkoch des Restaurants «Gramm» kreiert alle zwei Wochen ein neues 6-Gang-Menü. (c) Andres Frosch

Restaurant Gramm: kreative Küche in Brüssels Szeneviertel. (c) Andres Frosch

Restaurant Gramm: kreative Küche in Brüssels Szeneviertel. (c) Andres Frosch

Überraschend köstliche Kreationen für den Gaumen zu zahlbaren Preisen gibt es im Restaurant Gramm im Brüsseler Szeneviertel. (c) Andres Frosch.

Belgische Trappistenbiere: von Mönchen gebraut und köstlich. Doch aufgepasst: sie enthalten oft viel Alkohol.... (c) Andres Frosch

Belgische Trappistenbiere: von Mönchen gebraut und köstlich. Doch aufgepasst: sie enthalten oft viel Alkohol…. (c) Andres Frosch

 

Wer sich in versteckte Seitengassen vorwagt, entdeckt urchige Bier-Kneipen. (c) Andres Frosch

Wer sich in versteckte Seitengassen vorwagt, entdeckt urchige Bier-Kneipen. (c) Andres Frosch

Was Brüssel zudem auszeichnet sind die einheimischen Mode-Designer. Wie etwa Edouard Vermeulen, wo Königin Mathilde von Belgien wie auch Königin Maxima von Holland gerne shoppen. Oder das Haus Delvaux mit seinen  hochwertigen, wenn auch teuren Handtaschen.

Boutique von Edouard Vermeulen. (c) Andres Frosch

Wo Königinnen einkaufen: Boutique von Edouard Vermeulen. (c) Andres Frosch

 

Boutique von Edouard Vermeulen, Brüssel. (c) Andres Frosch.

Boutique von Edouard Vermeulen, Brüssel: die edle Mode gibt es ab und zu auch zum halben Preis. (c) Andres Frosch.

 

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Luxuriöse Klassiker aus belgischer Manufaktur: Delvaux stellt seit 1829 hochwertige Lederwaren her.

 

Trendige Mode findet man im kreativen Szenenviertel um die Rue Antoine Dansaert. Etwa im Stijl-Store, wo die bekanntesten belgischen Designer ihre raffinierten Outfits verkaufen. Oder bei Carine Gilson, deren kokette Seiden-Lingerie im James-Bond-Streifen „Skyfall“ zu bewundern war. Um die Ecke befindet sich der unscheinbare Hauptsitz der Maison Margiela, die neu von Star-Designer John Galliano geleitet wird.

Belgische Luxus-Lingerie von Carine Gilson - im James-Bond-Film "Skyfall".

Belgische Luxus-Lingerie von Carine Gilson – im James-Bond-Film „Skyfall“.

Maison Margiela Brüssel

Maison Margiela Brüssel

Ein Muss ist das Comic-Museum in einem ehemaligen Jugendstil-Einkaufshaus. Hier stehen nicht nur um Tim und Struppi im Mittelpunkt, sondern die ganze weltberühmte Comic-Kultur Belgiens.

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Comic Museum Brüssel. (c) Andres Frosch

 

 

 

Capitaine Haddock, Tintin (Tim) und Milou (Struppi) sind bereit für die Mondlandung. Der Comic-Band erschien 1954 - ganze 15 Jahre vor der ersten wirklichen Mondlandung im Jahre 1969. (c) Andres Frosch.

Capitaine Haddock, Tintin (Tim) und Milou (Struppi) sind bereit für die Mondlandung. Der Comic-Band erschien 1954 – ganze 15 Jahre vor der ersten wirklichen Mondlandung im Jahre 1969. (c) Andres Frosch.

Übrigens: Wer gerne zu Fuss unterwegs ist, packt unbedingt bequeme Schuhe ein, denn Brüssel ist reich an wunderschön altem Kopfsteinpflaster.

Anreise und Info

Anreise: ab Zürich gibt es täglich mehrere Flüge. Mit dem Auto sind es rund 6 bis 7 Fahrstunden ab der Deutschschweiz.

Stilvoll übernachten: Im renovierten Luxus-Hotel Wiltcher’s Steigenberger (Bild) steigen nicht nur Staatspräsidenten ab, sondern auch crazy Stars wie Lady Gaga. Es befindet sich in Geh- und Tramdistanz zu den Sehenswürdigkeiten. www.wiltchers.com

Hotel Wiltcher’s Brüssel: Ab und zu in einem klassischen 5-Stern-Luxushotel zu übernachten ist ein echter Genuss!

Belgisch geniessen: Kreative Feinschmecker-Menüs gibt es bereits für 40 bis 50 Euros. Empfehlenswert:

Belgische Design-Mode: Brüssel tickt entspannter als Paris und bietet tragbaren Chic!

Kultur:

Weitere aktuelle Infos:

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Erschienen in: GlücksPost. © Marie-Luce Le Febve de Vivy